Logo Numismatische Gesellschaft zu Berlin

NUMISMATISCHE GESELLSCHAFT
ZU BERLIN e.V., gegr. 1843

'Belehrung und Unterhaltung im Fache der Münzkunde ...'
(Aus den Statuten der Gesellschaft 1844)

Home > Veranstaltungen > Volker Heenes (Gotha): Jacopo Stradas Magnum ac Novum Opus: ein numismatisches Corpus des 16. Jahrhunderts

Veranstaltungen

Volker Heenes (Gotha): Jacopo Stradas Magnum ac Novum Opus: ein numismatisches Corpus des 16. Jahrhunderts

23. September 2021

Volker Heenes (Forschungszentrum Gotha): Jacopo Stradas Magnum ac Novum Opus: ein numismatisches Corpus des 16. Jahrhunderts. Vortrag am Donnerstag, den 23. September 2021, um 18 Uhr s.t. Gäste sind willkommen (Einladung FAM).
Der Vortrag wird als Webex-Veranstaltung abgehalten.

Der Antiquar Jacopo Strada (ca. 1515–1588) schuf Mitte des 16. Jahrhunderts zwei monumentale numismatische Werke: Zum einen ein ursprünglich 30-bändiges Corpus von Münzzeichnungen der römischen Kaiser bis zur Mitte des 16. Jahrhundert mit über 8.500 Zeichnungen, das Magnum ac Novum Opus, für den Kaufmann Johann Jacob Fugger. Es befindet sich heute in der Forschungsbibliothek Gotha. Zum anderen ein elf-bändiges Werk mit systematischen Münzbeschreibungen, die A.A.A. NumismatΩn Antiquorum Διασκευή, heute in der Universitätsbibliothek Wien.

Nach Stradas Aussage sollen die Münzbeschreibungen komplementär zu den Münzzeichnungen sein. Diese Behauptung war der Ausgangspunkt unseres Projekts am Forschungszentrum in Gotha: Wir haben die Zeichnungen und Beschreibungen digitalisiert und miteinander verglichen. Anschließend wurde versucht, die Originalmünzen, die als Vorgabe gedient haben, zu identifizieren. Die Ergebnisse werden in die Datenbanken des „Census of Antique Works of Art and Architecture known in the Renaissance“ (BBAW Berlin) und „Translatio Nummorum“ (KHI in Florenz – Max-Planck-Gesellschaft) eingegeben und in dem Vortrag kurz präsentiert. Im Mittelpunkt aber stehen Stradas Münzerfindungen und -interpretationen. Eine Auswahl davon wird in dem Vortrag vorgestellt. Sie geben interessante und wichtige Einblicke in die Arbeitsweise von numismatischen Antiquaren in der Mitte des 16. Jahrhunderts, der Entstehungszeit der wissenschaftlichen Beschäftigung mit antiken Münzen („boom of numismatic“).

Erstes Berliner Medaillensymposium – Medaillen auf die »Hoffnung«

26. bis 30. September 2022

Künstler*innenworkshop des Münzkabinetts

Katastrophen, Krieg und Krisen, persönlicher Verlust, Schmerz, Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Armut und Not. Die menschliche Existenz steht und fällt mit der Hoffnung, sie ist von existenzieller Bedeutung. Das Medium der Kunstmedaille bringt große Themen und Emotionen räumlich verdichtet auf den Punkt. So soll HOFFNUNG Gegenstand dieses Medaillenprojekts sein.

weitere Informationen

© 2008 Numismatische Gesellschaft zu Berlin e.V.