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Nachrichten

Forschungsprojekt zur römisch-republikanischen Numismatik im Münzkabinett Dresden

12. März 2013

Seit dem 1. August 2012 ist für eine Laufzeit von zwei Jahren ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Forschungsprojekt im Münzkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden angesiedelt.

Das Projekt trägt den Titel 'Die Bedeutung der Stempelstellung für die Interpretation römisch-republikanischer Münzen Lokalisierung von Münzstätten, Datierungen, Deutung von Münzbildern' und wird in enger Zusammenarbeit des Münzkabinetts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (Dr. Wilhelm Hollstein) mit dem Lehrstuhl für Alte Geschichte der Technischen Universität Dresden (Prof. Dr. Martin Jehne) durchgeführt. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter fungiert Herr Dr. des. Florian Haymann. Kooperationspartner sind das Münzkabinett der Staatlichen Museen, Preußischer Kulturbesitz, Berlin, die Staatliche Münzsammlung München, das Münzkabinett der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, das Cabinet des Médailles de la Bibliothèque Nationale de France, Paris, das Münzkabinett des Kunsthistorischen Museums Wien sowie die American Numismatic Society, New York.
Mit der Stempelstellung, die sich aus dem Zueinander von Vorderseiten- mit Rückseitenstempel beim Prägevorgang ergibt, soll ein bisher unbeachtetes Interpretationskriterium für die Münzen der Römischen Republik genutzt werden. Da ihre Regelmäßigkeit (12h/6h) bzw. Unregelmäßigkeit im Mittelmeerraum eine stabile lokale Tradition darstellte, lässt sie Rückschlüsse auf das Prägegebiet, bisweilen gar den Prägeort, darüber hinaus aber auch auf die Datierung und die Bedeutung der Bilder römisch-republikanischer Münzen zu. Die Hauptfelder, in denen das Forschungsprojekt historisch-numismatische Erkenntnisse erwarten lässt, sind die früheste römische Münzprägung des 3. Jahrhunderts v. Chr. vor Einführung des Denars, die stadtrömischen Münzen der Jahre zwischen 78 und 50 v. Chr. sowie die imperatorischen Prägungen des 1. Jahrhunderts v. Chr. (Sulla, Pompeius, Caesar, Octavian, Antonius, Brutus und Cassius).

Wilhelm Hollstein, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Münzkabinett

Abb.: Rom, Republik, Didrachme, 269 v. Chr., Münzstätte Rom. Inv.-Nr. ABB949: Durchm. 19,9 mm; 7,02 g; 9h; Silber
© Münzkabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Roger Paul

Stellenausschreibung Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in Münzkabinett vom 11.04.2019 (Bewerbungsfrist 9.5.2019)

bis 9. Mai 2019

Im Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz ist ab 23. September 2019 die Stelle einer/eines wissenschaftlichen Mitarbeiter*in (m/w/d), Entgeltgruppe 13 TVöD, unbefristet zu besetzen.

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